Pflege und Haltung
(Text von Sabine Schönach)

Ernährung - Katzenfutter ist nicht gleich Katzenfutter

Grundlegende Gedanken zur Ernährung unserer Katzen

Grundsätzlich ist es doch so, dass wir Menschen uns leider in den meisten Fällen nicht wirklich gesund ernähren.
Das liegt größtenteils daran, dass wir uns oft nicht die Mühe machen, uns über unsere Ernährung Gedanken zu machen bzw. der Alltagsstress es häufig nicht zulässt, dass man sich selbst aufwändig bekocht oder bewusst ernährt.
Erst wenn wir aufgrund ungesunder, viel zu fettreicher Ernährung erkranken oder sich körperliche Beschwerden zeigen, werden wir dazu gezwungen, uns mehr mit Kalorientabellen, Ballaststoffen und Vitaminen auseinander zu setzen.
Es liegt jedoch alleine in unserer Hand, wie gesund wir uns ernähren wollen, denn wir werden später eventuell die gesundheitlichen Konsequenzen tragen müssen.
Unsere Tiere hingegen sind abhängig von dem, was wir ihnen bieten. Sie fressen das, was wir ihnen hinstellen und es liegt demnach in unserer Verantwortung, ob wir ihnen damit schaden oder nicht.
Genau aus diesem Grund finde ich es wichtig, sich als Tier- bzw. in diesem Fall als Katzenbesitzer mit dem Thema „Ernährung“ zu beschäftigen.
Selbst Tierärzte weisen oft eine erschreckende Unwissenheit bezüglich katzengerechter Ernährung auf.
So werden Futtermarken empfohlen, deren Herstellerfirmen Sponsoren mancher Tierärzte sind.
Leider sind diese keine Ernährungsexperten und was vor 10 Jahren gefüttert wurde (damals gab es maximal drei Futtersorten für Katzen), ist heute – wo es unzählige bessere Futtermittel am Markt gibt – schlicht und einfach Müll.

Gleich vorweg – Katzen sind schon zäh, was ihre körperliche Konstitution betrifft und werden nicht gleich sterben, wenn sie teilweise nicht so hochwertig ernährt werden.
Dennoch sollte sich ein Katzenbesitzer über dieses wichtige Thema informieren, um zumindest zu wissen, was er füttert und sich folgende Zeilen zu Herzen nehmen.

Die Katze ist ein Beute- bzw. Fleischfresser

Es ist bekannt, dass die Katze ein Raubtier und Fleischfresser ist, denn hr Gebiss, ihr Stoffwechsel, ihre Organe und der gesamte Körper sind darauf ausgelegt, sich überwiegend von eiweißreichem Muskelfleisch zu ernähren.
Ihre Beute (z. B. Vögel, Nager, …) liefert ihr aber nicht nur Muskelfleisch, sondern auch Mineralstoffe durch Knochen und Innereien, Salze, Ballaststoffe (Fell, Federn, …) und ein wenig Kohlenhydrate (Mageninhalt der Beute).

Es wäre daher wohl am artgerechtesten, seinem Stubentiger Mäuse, Vögel und andere Kleintiere anzubieten, welche mit Haut, Haaren, Blut und Innereien verspeist werden können.
Unsere domestizierten Wohnungstiger, die selten auf sich alleine gestellt sind, erjagen sich ihre Hauptnahrung aber (insofern sie keine Freigänger sind) kaum noch selbst und daher ist es unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass wir sie ausgewogen füttern.

Viele Katzen erkranken aufgrund jahrelanger falscher Fütterung, daher ist es wichtig, seinem Kätzchen von Anfang an eine abwechslungsreiche und vor allem hochwertige Nahrung zu bieten.
Am Futter sollte ein verantwortungsbewusster Katzenbesitzer wirklich nicht sparen, denn sonst kann es ihm passieren, dass er dann das Doppelte an Tierarztkosten bezahlen muss, wenn das Tier ernährungsbedingt erkrankt.

Nun ist es aber gar nicht so einfach, eine gesunde, hochwertige Futtermarke mit genügend Fleischanteil im Handel zu bekommen, denn es gibt unzählige Marken, die sich nur in ihrer Zusammensetzung enorm unterscheiden.
 
Wichtige Nährstoffe, die unsere Katzen brauchen

Eiweiß

Hochwertiges Eiweiß steht an erster Stelle der Katzen-Ernährungspyramide.

Wichtige Eiweißlieferanten sind:
- Fleisch vom Huhn, Rind, Lamm, Kalb
- Innereien und Muskelfleisch (Leber, Nieren, Mägen, Herz)
- Milchprodukte (Joghurt, Topfen, Hüttenkäse)
- Eier (gekocht oder gebraten)
- Fisch (nur gekocht oder gebraten, da er im rohen Zustand ein Enzym enthält, welches Vitamin B1 zerstört – dies kann zu Mangelerscheinungen führen)

Kohlenhydrate und Fette

Ein kleiner Anteil an leicht verdaulichen Kohlenhydraten (vergleichbar mit dem Mageninhalt einer Maus) können in guter Katzennahrung durchaus enthalten sein.
Diese sind z. B.:
- gekochter Reis
- gekochte Kartoffeln
- Getreideflakes (im Handel erhältlich)

Ebenso sind Fette in geringen Mengen wichtig für Haut und Fell. Dabei sollte es sich jedoch hauptsächlich um tierische Fette wie Geflügelfett oder hochwertige pflanzliche Fette wie Leinsamen-, Sonnenblumen- oder Distelöl handeln.

 Mineralstoffe und Taurin

Phosphor, Magnesium und Kalzium sind wichtig für den Knochenaufbau und das Gebiss unserer Katzen.
Taurin ist für Katzen lebenswichtig, denn sie können zu wenig davon selbst produzieren.
Nehmen sie zu wenig Taurin über ihre Nahrung auf, können sie im schlimmsten Fall erblinden und Herzerkrankungen erleiden.

Kann Supermarktfutter diese Voraussetzungen erfüllen?

Man möchte meinen, dass Supermarktfutter von den aus TV-Werbungen bekannten Marken doch all das beinhalten muss, was eine Katze für ein gesundes, langes Katzenleben benötigt – das ist leider ein IRRTUM!
Jetzt werden wohl viele Leser denken, dass der Futterhersteller wissen muss, was er anbietet und er gar nichts anbieten darf, was der Katze schadet.

Nun, es darf auch Werbung für Zigaretten (bzw. Alkohol) gemacht werden – sind diese deswegen gesund?

Jetzt wissen wir zwar, dass Katzenfutter zum größten Teil aus Fleisch bestehen soll, doch die Realität sieht meist anders aus.
Haben Sie sich schon irgendwann einmal die Zusammensetzung einer Katzenfutterdose vom Supermarkt genauer durchgelesen?
Sie finden in den meisten Fällen eine Auflistung wie diese:

Fleisch- und tierische Nebenerzeugnisse (4% Geflügel), Mineralstoffe, pflanzliche Nebenerzeugnisse, Getreide, Zucker…
weitere Info: EG-Zusatzstoffe, mit Antioxidantien

Inhaltsstoffe von Katzenfutter werden immer nach ihrer Menge (Gewicht) geordnet aufgelistet. Das heißt also, dass der Bestandteil an erster Stelle den Großteil des Futters ausmacht bzw. ausmachen sollte (Näheres dazu später).
Spalten wir nun diese Nassfuttersorte in seine Bestandteile auf und sehen uns diese mal genauer an.

Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse – Was ist das?

Mit tierischen Nebenerzeugnissen sind Schlachtmüll wie Innereien, Urin (macht das Futter salziger), Hufe, Schnäbel, Därme, Sehnen, Federn usw. gemeint.
Als Nebenerzeugnisse verstehe man all das, was nicht für den menschlichen Verzehr gedacht ist – und Menschen essen bekanntlich viele undefinierbare Dinge.
So dürfen auch Kadaver von Tieren, die an unbekannten Krankheiten verendet und für den menschlichen Verzehr nicht erlaubt sind, ins Katzenfutter.

Ernährung - Katzenfutter ist nicht gleich Katzenfutter

4% Fleisch in Katzennahrung?

Was bedeuten nun diese 4%, wenn die Katze doch hauptsächlich mit Fleisch ernährt werden soll?
Man spricht hier von der Geschmack gebenden Komponente im Futter – in diesem Fall ist dies Geflügel.
Nassfutter muss mindestens 4% der deklarierten Sorte Fleisch beinhalten, um z. B. als Geflügeldose bezeichnet werden zu dürfen.
Die übrigen 96% des Futters werden nicht genauer definiert – sie fallen einfach unter den Begriff „tierische Nebenerzeugnisse“ und nun wissen wir ja schon, was das bedeutet.
Was gerade billig an Schlachtmüll zu bekommen ist, gelangt in Mieze’s „Geflügeltöpfchen“ – seien es 96% Rinderabfall (Grieben=gemahlene Rinderhaut, Knorpeln,…), Schweineabfall (Haare, Schnuten, Sehnen) oder Fischnebenerzeugnisse.
Es kann demnach in einer Geflügeldose mehr Fisch als in einer Lachsdose sein.
Genau das ist auch der Grund, wieso es vorkommen kann, dass die Katze ihre Huhndose von einem Tag auf den anderen plötzlich verschmäht, obwohl sie diese sonst immer sehr gerne gefressen hat.
Es ist also ein Irrglaube, seinen Katzen mit 4%-Fleisch-Dosen Abwechslung zu bieten, indem man „verschiedene Sorten“ kauft.
Diese verschiedenen Angebote an Geschmacksrichtungen sind reine Verkaufsstrategie.

Weiters steht nicht, was genau vom Geflügel enthalten ist. Pures Fleisch ist es jedenfalls nicht, sonst würde es ja 4% Geflügelfleisch heißen und selbst das ist doch lächerlich, nicht wahr?

Grundsätzlich wäre es kein Problem, Katzen in geringen Mengen mit tierischen Nebenerzeugnissen zu ernähren, denn auch die Maus wird mit Haut, Haaren, Drüsen usw. gefressen.
Bedenklich wird es dann aber, wenn das Futter ausschließlich aus tierischen Nebenprodukten besteht (und bei den aus der Werbung bekannten Supermarktfuttermarken ist das leider der Fall).
Schlachtabfälle wie Innereien sind durchaus gesund und nahrhaft – ein Hersteller von Premiumnahrung listet diese aber auch auf (Herz, Lunge, Leber usw.) und versteckt sich nicht hinter dem Sammelbegriff „tierische Nebenerzeugnisse“, worunter alles Mögliche und Unmögliche fallen kann.

Mineralstoffe – wie viel wovon?

Die meisten Futtersorten beinhalten die notwendigsten Mineralstoffe, die die Katze zum Leben braucht.
Kalzium und Phosphor werden meist zusammen angeführt, da sie im richtigen Verhältnis zueinander stehen sollten, um einen optimalen Beitrag für den gesunden Knochenaufbau leisten zu können.
Bei Katzenfutter sollte das Kalzium – Phosphor – Verhältnis 1:1,1 betragen, denn wäre der Phosphorgehalt höher (z. B. bei ausschließlicher Rohfleischfütterung ohne Mineralstoffzugaben), kann es zu Bewegungsstörungen und Knochendeformationen kommen.
Besonders in der Wachstumsphase ist das ausgewogene Verhältnis von Phosphor und Kalzium enorm wichtig.
Als weiterer wichtiger Bestandteil ist Magnesium nennenswert, welches jedoch nicht im Übermaß vorhanden sein sollte.
Der maximale Anteil von bis zu 0, 1 % sollte nicht überschritten werden, denn durch eine Überversorgung wird die Bildung von Struvitsteinen begünstigt.

Pflanzliche Nebenerzeugnisse

Diese haben in der Katzennahrung eigentlich nichts zu suchen, denn darunter fallen bloß Füllstoffe wie leere Getreide- und Erdnusshülsen, Trockenschnitzel oder Maisabfälle, welche der Katze ein Sättigungsgefühl vermitteln sollen, aber zugleich auch die Organe auf Dauer belasten.
Wieso belasten? Der Körper der Katze ist überwiegend auf Fleischverwertung ausgelegt – füllt man sie mit für sie unverwertbaren und schwer verdaulichen Getreideabfällen ab, kann man sich denken, was man ihren Organen im Laufe ihres Lebens antut.
Jetzt mögen viele Leser denken, dass auch eine verschlungene Maus ihren Magen mit halb verdauter, pflanzlicher Nahrung voll hat und mitsamt Mageninhalt von der Katze gefressen wird.
Völlig richtig, aber bedenken Sie bitte die Relation des Fleischanteils der Maus und dem geringen Anteil von vorverdauter pflanzlicher Nahrung im Bauch. Sie sehen also – die Menge macht’s aus!

Der Anteil an Getreide im Futter

Hochwertiges und leicht verdauliches Getreide kann in geringen Mengen (nicht mehr als maximal 40%) sowohl im Trocken- als auch im Nassfutter enthalten sein (Trockenfutter beinhaltet meist einen größeren Anteil an Getreide, da dadurch erst die Kroketten ihre Form erhalten).
Es reguliert die Verdauung und liefert Ballaststoffe.
Leider findet sich in vielen Katzenfuttersorten nur der Überbegriff „Getreide“, was ja nichts darüber aussagt, welches Getreide damit gemeint ist.
Tatsächlich ist dies wichtig zu wissen, denn viele Getreidesorten wie z. B. Weizen, Soja (Sojamehl) oder Mais sind Allergene und können (wenn sie nicht mit guten tierischen Eiweißlieferanten kombiniert werden) zu Futtermittelunverträglichkeiten führen, die sich mit Hautausschlägen, Erbrechen oder schlimmen Durchfällen äußern.
Mit diesen für den Hersteller „billigen“ Getreidesorten, die oft in Übermengen enthalten sind, wird der Proteingehalt des Futters in die Höhe getrieben, denn jedes Futter muss einen bestimmten Proteinanteil aufweisen.
Haferkleie, Leinsamen oder brauner Reis hingegen werten das Futter auf, da sie positiv auf Verdauung und Stoffwechsel wirken.

Zucker im Katzenfutter? Ein Fall für den Zahnarzt!

Zucker oder auch Karamell sind ganz besonders oft in Nassfuttersorten enthalten, weil sie dafür sorgen, dass die Konsistenz passt und die Farbe des Futters appetitlich aussieht. Nicht nur, dass Zucker eine enorme Belastung der Bauchspeicheldrüse und der Leber mit sich bringt, schädigt er das Gebiss der Katze, die sich ja – im Gegensatz zu uns – ihre Zähne nicht putzen kann.
Zucker kann zusätzlich zu Durchfall und langfristig auch zu Fettsucht und Diabetes führen.
Er ist also in der Katzennahrung mehr als unnötig und dient nur dem Auge des Katzenbesitzers, wenn er das „appetitlich“ aussehende Schälchen öffnet.

Farb-, Konservierungsstoffe und Antioxidantien

Jedes Futter – vor allem Trockenfutter – benötigt so genannte Antioxidantien, die verhindern, dass das Futter verdirbt.
Erlaubt sind natürliche Antioxidantien wie Vitamin C und E (Tocopherol). Künstliche Konservierungs- und Farbstoffe sollten nicht enthalten sein – hierbei handelt es sich um giftige bzw. Krebs erregende Chemikalien wie BHT, BHA oder Ethoxiquin, welche unter dem Begriff EG- bzw. EWG-Zusatzstoffe „verpackt“ und nicht genauer beschrieben werden (in menschlicher Nahrung sind diese Stoffe aus gesundheitlichen Gründen verboten!!).
Selbst wenn der Hersteller auf seiner Verpackung „ohne Konservierungsstoffe“ schreibt, darf er gesetzlich gesehen sehr wohl giftige Antioxidantien einsetzen, da zwischen Antioxidantien und Konservierungsstoffen unterschieden wird.

Hersteller hochwertigen Futters listen auf, womit konserviert wird und lassen somit keine Fragen mehr offen!

Was bedeutet nun hochwertiges Futter und wie erkennt man es?

Vergessen Sie alles, was Sie an Katzennahrung in der Fernsehwerbung sehen – Bei ausschließlicher Fütterung mit diesen Marken tun Sie Ihrer geliebten Katze auf Dauer nichts Gutes!!

Sie werden sich jetzt sicher denken, dass es auch Katzen gibt, die mit Supermarktfutter steinalt geworden sind. Natürlich gibt’s so etwas!
Es gibt schließlich auch Menschen, die als jahrelanger Raucher uralt werden und andere, die keine einzige Zigarette geraucht haben und an Lungenkrebs sterben müssen.

Es ist schon Veranlagung, wie belastbar der Körper eines Lebewesens ist – aber ganz ehrlich – muss man es herausfordern, wenn man eine gesündere Alternative kennt?

Was gewisse Futtermittel-Tests (Stiftung Warentest) aussagen, kann man getrost vergessen. Warum? Weil diese Tests von den Futterherstellern selbst gemacht werden und darüber hinaus minderwertige Supermarktfuttersorten miteinander verglichen werden (hochwertige Sorten kommen hier gar nicht zum Zug).
Oft wird der Begriff „Premium-Katzenfutter“ verwendet, obwohl es sich um minderwertiges Futter handelt. Lassen Sie sich nicht täuschen, sondern lesen Sie stets, was auf den Etiketten steht.

Um zu erkennen, ob ein Futter hochwertig ist oder nicht, sollte man sich ebenso die Fütterungsempfehlung auf der Packung bzw. Dose ansehen. Ist der Tagesbedarf sehr hoch – etwa 400g (das ist fast ein halber kg Nahrung!) – ist das Futter minderwertig und beinhaltet keine nahrhaften Inhaltsstoffe.
Hersteller hochwertigen Trockenfutters empfehlen bei einer mittelgroßen Katze im Schnitt eine Fütterungsmenge bis max. 100g pro Tag– je weniger, desto besser und hochwertiger. Daraus folgt, dass das scheinbar teurere Premiumfutter doch nicht so teuer ist, da die Katze viel weniger davon fressen muss, um ausgewogen ernährt zu sein. Lassen Sie sich also nicht vom scheinbar hohen Preis abschrecken – sie und vor allem ihre Katzen profitieren davon, denn sie kommen doppelt so lange aus als mit Supermarktfutter, welches auf Dauer gesehen teurer und zudem noch ungesund ist.

Sie erkennen die Qualität des Futters auch an der ausgeschiedenen Kotmenge. Je geringer die Ausscheidung, desto hochwertiger das Futter, da es in diesem Fall sehr gut verwertet wurde.

Ernährung - Katzenfutter ist nicht gleich Katzenfutter

Merkmale von gutem Futter

- bei Nassfutter: Hauptbestandteil soll Fleisch bzw. Fisch in reiner Form und an erster Stelle der Zutatenliste angeführt sein
- bei Trockenfutter: Hauptbestandteil soll Trockenfleischmehl (z. B. Hühnerfleischmehl, Hühnertrockenfleisch usw.) zu mind. 60% sein,
Vorsicht, wenn Sie so etwas lesen:
Zutaten: Hühnerfleischmehl, Maisfuttermehl, Maismehl, Maisgluten, ...
Mais kommt in drei verschiedenen Formen vor – fasst man alle drei Varianten von Mais zusammen, rutscht dieser an erste Stelle und ist somit Hauptbestandteil des Futters

ACHTUNG: Es muss Fleischmehl (z. B. Hühnerfleischmehl, Lammfleischmehl,…) heißen und nicht Hühnermehl usw., denn damit sind minderwertige Tiermehle gemeint, was nichts anderes bedeutet als gemahlene tierische Nebenerzeugnisse!

- Fleisch sollte Lebensmittelqualität haben
- deklarierte Fette (z. B. Hühnerfett, Sonnenblumen- oder Leinsamenöl)
- darf Kartoffeln, braunen Reis, Leinsamen, Eier enthalten
- keine tierischen Nebenprodukte, die nicht genauer definiert sind
- Innereien wie Herz, Leber und Nieren sind erlaubt
- kein Zucker, kein Karamell
- keine giftigen Antioxidantien oder Farb- und Konservierungsstoffe
- keine unnötigen Füllstoffe (pflanzliche Nebenerzeugnisse bzw. pflanzliche Eiweißextrakte) wie Getreide im Übermaß, Soja und Sojaerzeugnisse, Trockenschnitzel, Erdnusshülsen, usw.
- geringer Anteil von Trockenei und Milchprodukten schadet nicht (=Eiweißlieferanten)
- keine hydrolisierten Extrakte (benannt als "Digest"), welche mittels chemischer Verfahren hergestellt werden und die Akzeptanz erhöhen sollen

Weitere Infos zu Nass- und Trockenfutter

Vermeiden Sie, Ihre Samtpfoten ausschließlich mit Trockenfutter zu ernähren, denn es enthält kaum Feuchtigkeit, da ihm diese bis auf 10% entzogen wurde.
Katzen müssten für jedes Gramm Trockenfutter das Drei- bis Vierfache an Wasser trinken, was sie wohl kaum schaffen.
Selbst wenn ihnen immer frisches Wasser zur Verfügung steht, nehmen sie nicht genügend Flüssigkeit auf, um diesen enormen Bedarf zu decken.
Die Folge von ausschließlicher Trockenfuttergabe ist zu stark konzentrierter Harn, wodurch Harnwegserkrankungen begünstigt werden.
Kombinieren Sie gutes Trockenfutter deswegen immer mit hochwertigem Nassfutter.

Um der Katze zusätzlich Flüssigkeit zuzuführen, fügen Sie dem Nassfutter lauwarmes Wasser hinzu. Dadurch entfalten sich zusätzlich die Aromen des Futters und es ist außerdem nicht zu kalt (Nassfutter niemals direkt aus dem Kühlschrank geben!).
Noch ein Tipp: Besser ist es, kleinere Dosen zu kaufen, da geöffnete Dosen Giftstoffe abgeben und das Futter trotz Kühlung dadurch schneller verdirbt.
Bei großen Dosen empfiehlt es sich, den Inhalt vollständig auszuputzen und in einem anderen Gefäß aufzubewahren, wenn man die Dose nicht auf einmal aufbrauchen kann.

Rohfütterung

Die wohl artgerechteste Variante wäre die absolute Rohfütterung, welche aber etwas aufwändiger ist und genügend Wissen über nahrungsspezifische Bedürfnisse der Katze verlangt.
Rohem Fleisch müssen Mineralstoffe und Taurin zugefügt werden, damit die Katze keine Mangelerscheinungen aufweist.
Es sollten sich wirklich nur Menschen diese Art der Fütterung vornehmen, die auch über mehr Zeit verfügen, um das Futter täglich vorzubereiten.

Bei uns gibt es ebenfalls ab und zu ein rohes Stück Fleisch zur Zahnreinigung (es ist ein Gerücht, dass Trockenfutter die Zähne reinigt, da dieses nicht gekaut, sondern maximal einmal geknackt bzw. ganz verschluckt wird).
Es darf alles – außer Schweinefleisch (wegen der auf Katzen übertragbaren Aujesky-Viren, die eine tödliche Erkrankung hervorrufen können) – an Rohfleisch gegeben werden.
Sie können Ihren Katzen ebenso bedenkenlos eine rohe Hühnerkeule oder anderes rohes Fleisch geben, so lange es frisch ist. Die Knochen splittern im rohen Zustand nicht, aber sollten Sie gekochtes Fleisch anbieten, bitte keine Knochen geben, denn dann splittern sie sehr wohl und die Katze kann sich dadurch Verletzungen zuziehen.
Innereien wie rohe Leber sind nicht im Übermaß zu füttern, denn es kann zu einem Vitamin A - Überschuss kommen - ab und zu gegeben aber ein willkommener Leckerbissen für ihren Stubentiger. Was Sie noch wissen sollten: Leber im rohen Zustand wirkt abführend (im gekochten Zustand stopfend).

Kleine Sünden und Belohnungen

Wie auch wir Menschen dürfen sich auch unsere Stubentiger kleine Sünden leisten.
Ein Wurststückchen dort, ein Zipfelchen Käse da oder das ein oder andere Supermarkt-Kaustangerl haben noch keiner Katze geschadet.
Wir Menschen halten uns schließlich auch nicht strikt an einen absolut gesunden Ernährungsplan, sondern naschen auch hie und da einmal ein Stückchen Schokolade – leben aber nicht davon.
Ebenso wird ein Supermarktschälchen ab und zu den Stubentiger nicht gleich umbringen.

Halten Sie sich vor Augen:

So lange das hochwertige Nahrungsangebot überwiegt, sind diese „Sünden“ durchaus ok und werden Ihrer Katze kaum schaden!

Passen Sie nur bitte mit Kuhmilch auf, denn diese ist nichts für Katzen - auch nicht verdünnt! Katzen können die in der Milch enthaltenen Laktose nicht aufspalten und reagieren daher mit Durchfall und Erbrechen. Anders ist es bei behandelten Milchprodukten wie Topfen, Hüttenkäse oder Joghurt, denn hier ist keine Laktose mehr enthalten.

Vorsicht mit der Futterumstellung!

Ich versuche, meine Katzen nicht nur hochwertig, sondern auch abwechslungsreich zu ernähren, d. h. ich wechsle alle paar Monate die Marke, was jedoch voraussetzt, dass die Katzen einen stabilen Stoffwechsel haben.
Ganz wichtig ist, dass Sie jede Futterumstellung langsam und kontinuierlich angehen. Mischen Sie über einen Zeitraum von 2 Wochen das neue unter das alte Futter.
Wundern Sie sich bitte auch nicht, wenn Ihre Katzen beim Wechsel Durchfall bekommen (vor allem wenn Sie zuvor Supermarktfutter gefüttert haben und nun auf hochwertiges umstellen wollen) – das ist ganz normal!
Der Körper der Katze betreibt einen „Hausputz“, indem er alle Giftstoffe, die sich jahre- oder monatelang durch ungesunde, belastende Nahrung in den Organen festgesetzt haben, ausscheidet. Es ist sicher keine leichte Zeit, jedoch sollte sich der Durchfall nach einigen Tagen wieder einstellen.

Wann und wie viel füttern?

Nassfutter sollte täglich angeboten werden, Trockenfutter steht bei uns den ganzen Tag zur freien Entnahme, da sich Katzen ihre Fresszeiten gerne selbst aussuchen, zudem sie ja immer nur kleine Portionen über den Tag verteilt verspeisen.
Besonders Katzenbabys fressen bis zu acht kleine Portionen über den Tag verteilt.
Bieten Sie Ihrer Katze täglich frisches Wasser an und stellen Sie den Wassernapf  etwas weiter von der Futterschüssel weg, denn Katzen trinken üblicherweise nicht an der Stelle, wo sie fressen (in der Natur sind Beute und Fluss ja auch nicht am gleichen Ort).

Wenn Ihre Katze zu Übergewicht neigt, müssen Sie die Futterrationen selbstverständlich kontrollieren und verringern.
Zusätzlich sollten Sie die übergewichtige Katze mit abwechslungsreichen Spielen in Bewegung halten.

Wo findet man hochwertige Katzennahrung?

Nun – zunächst müssen Sie wissen, dass gutes Futter kaum im Handel erhältlich ist. Selbst besseres Durchschnittsfutter findet man nicht im Supermarkt.
Wenn Sie sich vielleicht noch etwas Zeit nehmen, besuchen Sie diese Seiten, welche unter anderem hochwertige Premiumfuttersorten verkaufen, von denen auch unsere Katzen profitieren.

Empfehlenswerte Futtersorten
Bezugsquelle:
www.zooplus.de und www.vitello.at

Mein Tipp bei der Futterwahl:

Sollten Sie Ihren Katzen z. B. hochwertiges Trockenfutter anbieten, ist es auch nicht so tragisch, wenn das Nassfutter eher durchschnittlich gut ist und umgekehrt. Es sollte aber zumindest eines von beiden etwas besser sein, damit der Nährstoffbedarf der Tiere gedeckt ist.

Ich hoffe, Sie haben meine Zeilen mit viel Interesse gelesen und ich konnte Ihnen Anregungen geben, um Ihren Tigern ein gesundes Leben zu ermöglichen.

Letztendlich müssen Sie selbst entscheiden, wie Sie es für richtig halten und was Sie füttern wollen!

Also dann, guten Appetit und auf ein langes, gesundes Katzenleben!